Pressemitteilung IG Metall Ingolstadt IG Metall übergibt 8.000 Unterschriften gegen Sozialkürzungen

Konstruktiver Austausch mit Dr. Reinhard Brandl über Industriepolitik und Sozialstaat

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15. Juli 2026 15. Juli 2026


Ingolstadt, 14.07.2026 – Die IG Metall Ingolstadt hat dem Bundestagsabgeordneten Dr. Reinhard Brandl im Rahmen eines gemeinsamen Gesprächs 8.000 Unterschriften gegen die geplanten Kürzungen im Sozialstaat überreicht. Im Mittelpunkt des Austauschs standen zudem die Zukunft des Industriestandorts Deutschland sowie die notwendigen politischen Weichenstellungen für eine erfolgreiche Industriepolitik.

Der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Ingolstadt, Carlos Gil, machte gemeinsam mit Karola Frank, Vorsitzende des IG Metall-Vertrauenskörpers bei Audi in Ingolstadt, deutlich, dass die Herausforderungen der industriellen Transformation nicht durch Einschnitte bei sozialen Leistungen gelöst werden können. Stattdessen brauche es eine aktive Industriepolitik, Investitionen in Zukunftstechnologien, Infrastruktur, Qualifizierung und die Absicherung guter Arbeitsplätze.

Das Gespräch mit Dr. Brandl verlief konstruktiv und offen. Dabei wurden unterschiedliche Positionen zu den aktuellen politischen Vorhaben deutlich; zugleich bestand Einigkeit darüber, dass die Zukunftsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland von zentraler Bedeutung ist. "Wir brauchen verlässliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, damit vor allem die Automobilindustrie erfolgreich bleibt", so Reinhard Brandl. "Sie ist eine tragende Säule unseres Wohlstands, in Deutschland ebenso wie in unserer Region. Das lässt sich auch nicht kurzfristig durch andere Branchen ersetzen."

Gil verdeutlichte im Gespräch: „Wir müssen jetzt die Weichen stellen, um den Industriestandort zu stärken. Mit Kürzungen im Sozialbereich wird das nicht gelingen – das ist der völlig falsche Weg. Wer die Zukunft unserer Industrie sichern will, muss investieren, Beschäftigung fördern und den sozialen Zusammenhalt stärken, statt ihn zu gefährden.“

Frank, die zusätzlich zu ihren betrieblichen Funktionen ehrenamtliches Mitglied des IG Metall-Vorstands ist, berichtete von der angespannten Stimmung im Betrieb: „Der Unmut gegenüber der Konzernleitung und der Regierung nimmt bei den Kolleginnen und Kollegen spürbar zu. Bei der aktuell laufenden aktivierenden Befragung zur Vorbereitung der diesjährigen Tarifbewegung ist in den zahlreichen persönlichen Gesprächen ein Tenor deutlich herauszuhören: Beide – Arbeitgeber und Politik – müssen endlich wieder anfangen, ihren Job vernünftig zu machen, um das Ergebnis vieler Jahre harter Arbeit nicht zu vernichten.‘“

Die IG Metall Ingolstadt sieht die große Zahl der innerhalb kurzer Zeit gesammelten 8.000 Unterschriften als deutliches Signal an die Politik. Die Menschen erwarten Lösungen für die wirtschaftlichen und industriellen Herausforderungen des Landes, nicht den Abbau sozialer Sicherungssysteme.

Für die IG Metall ist klar: Eine starke Industrie und ein starker Sozialstaat sind keine Gegensätze, sondern zwei Seiten derselben Medaille. Nur wenn beides zusammengedacht wird, können Beschäftigung, Wohlstand und gesellschaftlicher Zusammenhalt langfristig gesichert werden.


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Abgebildete Personen von links: Carlos Gil, Dr. Reinhard Brandl mit Karola Frank

Fotograf: Markus Bachmeier