DGB-Aktionstag am 26.09.206 in Nürnberg SAVE THE DATE - Für Reformen OHNE Kahlschlag

Am Samstag, 26. September 2026, werden in allen Bundesländern DGB-Kundgebungen stattfinden. Für Bayern heißt das: Wir mobilisieren gemeinsam nach Nürnberg! Bitte haltet euch den 26. September frei und bereitet euch darauf vor, gemeinsam in Nürnberg ein klares Zeichen zu setzen.


28. Juli 2026 28. Juli 2026


Und dafür gehen wir auf die Straße!

Sozialstaat stärken statt kürzen - Wir gehen auf die Straße!

 

Sozialstaatsdemo am 26. September 2026 in Nürnberg!

Die aktuellen Sozialstaatsdebatten und die Kürzungspläne der Bundesregierung sorgen bei vielen Beschäftigten zu Recht für große Unruhe. Unter dem Schlagwort „Reformen“ stehen Verschlechterungen zur Diskussion, die Menschen unmittelbar treffen würden: bei sozialer Sicherheit, Gesundheitsversorgung, Pflege, Arbeitszeit und der Planbarkeit ihres Lebens.

Klar ist: Der DGB, die IG Metall sowie alle anderen Mitgliedsgewerkschaften werden diese Entwicklung nicht unwidersprochen hinnehmen! Wir brauchen Reformen, die den Sozialstaat stärken, gute Arbeit sichern und Menschen entlasten – keinen Sozialabbau, kein Misstrauen gegenüber Beschäftigten und keine weitere Schwächung von Schutzrechten. 

Sozialstaat ist kein Luxus

Er ist das errungene Versprechen, dass niemand abstürzt, wenn Krankheit, Pflege, Arbeitslosigkeit oder Alter das Leben verändern. Doch Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Teile der Politik fordern Kürzungen und mehr Eigenverantwortung. 

Diese Kürzungen bedeuten für jeden Einzelnen von uns:

  • weniger Leistungen,
  • mehr Zuzahlungen aus eigner Tasche,
  • mehr private Vorsorge, die sich viele nicht leisten können. 

Unsere Antworten

Wir schaffen einen Sozialstaat, der für Sicherheit sorgt. Eine bessere Rente, eine bessere Pflege und eine bessere Gesundheitsversorgung sind möglich und finanzierbar. Dazu braucht es beispielsweise mehr Tarifbindung und mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sowie eine gerechte Vermögens- und Erbschaftsbesteuerung für Überreiche.

Raus auf die Straße

Am 26.09. zum bundesweiten Aktionstag – für Bayern mobilisieren wir nach Nürnberg! Lasst uns dort gemeinsam ein klares Zeichen setzen: für einen starken Sozialstaat und den Schutz  von Arbeitnehmerrechten. 

LINK ZUR ONLINE-ANMELDUNG


Reformen ja - aber ohne Kahlschlag!


Kernbotschaften der DGB-Kampagne

„Reformen“ klingen meist harmlos, bedeuten in der Praxis aber oft, dass Leistungen gekürzt, Eigenanteile erhöht und die Menschen zur privaten Vorsorge aufgefordert werden. Damit tragen alle, die keine Spitzenverdiener*innen sind, ein höheres Risiko. Der Sozialstaat steht massiv unter Beschuss. Arbeitgeber und Teile der Politik fordern Kürzungen bei Rente, Gesundheit und Pflege sowie mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit. Sie behaupten, der Sozialstaat sei „aufgebläht“ und „nicht mehr finanzierbar“. Das ist nicht nur falsch, sondern auch gefährlich.

Der Sozialstaat ist kein Luxus, sondern das Fundament unserer Demokratie und die beste Idee, die wir je hatten. Ja, wir brauchen Reformen, aber an den richtigen Stellen. Statt Leistungen zu kürzen, muss der Sozialstaat besser werden: einfacher Zugang, schnellere Hilfe, bessere Beratung. Die wahren Probleme liegen nicht bei den Leistungsempfänger*innen, sondern bei fehlenden Investitionen und ungerechter Besteuerung. Kurz: Wir wollen den Sozialstaat verbessern, statt ihn abzubauen, damit Solidarität im Alltag spürbar bleibt.

Rente muss zum Leben reichen

Wer jahrzehntelang gearbeitet hat, braucht eine Rente, die zum Leben reicht. Darum setzen wir auf eine starke gesetzliche Rente statt Kürzungen durch die Hintertür. Ein höheres Rentenalter lehnen wir ab, denn gerade in belastenden Berufen können viele nicht bis zur Regelaltersgrenze arbeiten. Denn es bedeutet nicht nur „länger arbeiten“, sondern auch mehr Druck auf die Gesundheit, mehr Unsicherheit bei Erwerbsminderung und für viele eine reale Lücke.

Wir wollen das Rentenniveau bei 48 Prozent sichern und schrittweise auf mindestens 50 Prozent anheben. Wie das finanziert werden soll? Durch starke Einnahmen: gute Löhne, mehr Tarifbindung, weniger prekäre Jobs und höhere Beschäftigung. Wer mehr Menschen ordentlich beschäftigt und gut bezahlt, stabilisiert die Rentenkasse.

Gesundheit ist Daseinsvorsorge

Gesundheit darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Wer Hilfe braucht, muss sie bekommen, unabhängig vom Einkommen. Wenn Menschen Termine und Versorgung von Status oder Zusatzgeld abhängen, entsteht eine Zwei-Klassen-Medizin.

Wir wollen ein System, das nach medizinischem Bedarf funktioniert und für alle erreichbar bleibt. Dazu gehören ausreichend Fachkräfte, bessere Arbeitsbedingungen, mehr Zeit für Patientinnen und Patienten und eine Finanzierung, die solidarisch ist. Eine Bürgerversicherung, in die alle einzahlen, ist dafür ein zentraler Schritt. Und: Öffentliche Mittel müssen in Qualität und Versorgung fließen, nicht in Rendite.

Entlastung statt Pflegekrise

Pflege darf nicht arm machen und Angehörige überlasten. Hohe Eigenanteile und Personalmangel bedeuten: Menschen zahlen drauf, Angehörige müssen einspringen, Beschäftigte brennen aus. Viele Familien stemmen die Pflege zusätzlich zur Arbeit, was oft große finanzielle und gesundheitliche Folgen hat. Das ist weder würdig noch zukunftsfähig.

Wir wollen Pflege als verlässliche Daseinsvorsorge. Eigenanteile müssen wirksam begrenzt werden, damit Hilfe bezahlbar bleibt. Gleichzeitig braucht es bessere Arbeitsbedingungen: mehr Personal, faire Bezahlung, verlässliche Dienstpläne und eine gute Ausbildung. Pflegende Angehörige brauchen Entlastung, Beratung und eine soziale Absicherung, damit die Pflege nicht zur Dauerkrise wird. Gute Pflege schützt Menschen, Familien und den Arbeitsmarkt.

Arbeitszeit ist Lebenszeit

Der Acht-Stunden-Tag ist Gesundheitsschutz und ein Stück Freiheit. Wer das Arbeitszeitgesetz aufweicht, macht überlange Arbeitstage leichter und schwächt Mitbestimmung. So wird aus Flexibilität schnell Dauerstress. Regelmäßig sehr lange Tage erhöhen Fehler, Belastung und Krankheitsausfälle. Für viele wird Vereinbarkeit dann noch schwieriger, besonders mit Kindern oder Pflegeverantwortung.

Flexibilität kann sinnvoll sein, aber nur, wenn sie fair geregelt ist. Spielräume gibt es schon heute über Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen. Entscheidend sind Mitbestimmung, Ausgleich, verlässliche Ruhezeiten und Zuschläge für Mehrarbeit. Wo Tarifbindung fehlt, bleibt das Gesetz die wichtigste Schutzlinie. Moderne Arbeitszeitpolitik heißt mehr Souveränität für Beschäftigte statt ständiger Verfügbarkeit.


Als Bayern kämpfen wir nicht alleine!

Der Deutsche Gewerkschaftsbund und seine Mitgliedsgewerkschaften rufen unter dem Motto "Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente." zu einem bundesweiten Aktionstag auf. Am 26. September finden in 15 Großstädten Kundgebungen statt. Gemeinsam setzen wir Gewerkschaften ein deutliches Zeichen für einen starken Sozialstaat, sichere Arbeitsplätze, gute Arbeitsbedingungen und den Schutz von Arbeitnehmerrechten.

Mehr Infos findest du auf der Kampagnen-Website des DGB