Ingolstadt, 30. September 2026 – Die IG Metall Ingolstadt hat die Bundestagsabgeordneten der Region aufgefordert, die deutlichen Signale der vergangenen Wochen ernst zu nehmen und daraus konkrete politische Konsequenzen abzuleiten. Mehr als 350.000 Menschen haben sich bundesweit an Aktionen und Demonstrationen für die Zukunft von Industrie, Beschäftigung und sozialer Sicherheit beteiligt.
Für die Gewerkschaft ist die hohe Beteiligung Ausdruck einer wachsenden Sorge um die Zukunft des Industriestandorts Deutschland, um sichere Arbeitsplätze und um den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Menschen erwarten Antworten auf die Herausforderungen der industriellen Transformation sowie ein klares politisches Bekenntnis zu Investitionen, Innovationen und sozialer Sicherheit.
Carlos Gil, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ingolstadt, erklärt: „Über 350.000 Menschen haben in den vergangenen Tagen und Wochen ein unübersehbares Signal gesendet. Beschäftigte, Familien sowie Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht, dass die Politik handelt. Es geht um die Zukunft unserer Industrie, um gute Arbeitsplätze und um die wirtschaftliche Perspektive ganzer Regionen.“ Die IG Metall fordert von der Bundesregierung und den Abgeordneten des Deutschen Bundestages eine aktive Industriepolitik, die Investitionen fördert, Innovationen ermöglicht und Beschäftigung sichert. „Wer den Industriestandort Deutschland stärken will, darf nicht auf Sicht fahren. Wir brauchen Investitionen in Zukunftstechnologien, Infrastruktur, Forschung und Qualifizierung. Gute Arbeit und industrielle Wertschöpfung entstehen nicht durch Zufall, sondern durch klare politische Entscheidungen.“ Gleichzeitig kritisiert die Gewerkschaft die aktuellen Kürzungen im Sozialstaat. Diese stünden im Widerspruch zu den Herausforderungen, vor denen viele Beschäftigte und ihre Familien stehen. „Wer die Menschen für den Wandel gewinnen will, muss ihnen Sicherheit geben. Gerade jetzt brauchen die Bürgerinnen und Bürger Verlässlichkeit und Perspektiven. Kürzungen im Sozialstaat sind deshalb das falsche Signal. Sie schaffen keine Zukunft, sondern vergrößern die Unsicherheit.“ Nach Auffassung der IG Metall gehören wirtschaftliche Stärke und soziale Sicherheit untrennbar zusammen. „Die Menschen erwarten Investitionen statt Sparpolitik, sichere Arbeitsplätze statt Standortabbau und einen handlungsfähigen Sozialstaat statt weiterer Einschnitte. Wer den Wandel erfolgreich gestalten will, muss Industriepolitik und soziale Sicherheit zusammendenken.“
Die IG Metall Ingolstadt fordert die Bundestagsabgeordneten der Region deshalb auf, sich im Deutschen Bundestag für den Erhalt industrieller Wertschöpfung, die Sicherung von Beschäftigung, Investitionen in Zukunftstechnologien sowie einen starken Sozialstaat einzusetzen. Die Herausforderungen der Transformation dürften nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, ihrer Familien sowie der Rentnerinnen und Rentner ausgetragen werden.
Zum Abschluss richtet Carlos Gil einen klaren Appell an die Politik: „Die Menschen haben ihren Auftrag formuliert. Jetzt muss die Politik liefern. Deutschland braucht eine Zukunftsstrategie für Industrie und Beschäftigung sowie einen Staat, der Sicherheit gibt, statt Verunsicherung zu schaffen. Wer Wohlstand und gesellschaftlichen Zusammenhalt erhalten will, muss jetzt handeln.“